Sonntag, 31. Juli 2016

Scalalogie

Bitter. Vier Tage vor der Abfahrt, findest du heraus, dass bei der Konditorei, an der du jetzt 107 mal vorbeigegangen bist, jeden Tag ab 16.30 Happy Hour ist. 50%! Naja, vielleicht auch ganz gut. Lachendes und weinendes Auge. Hinterher hätte ich mir noch ein Unheilig-Album gekauft.

Nur kurz zum Cro-Konzert: ein wirklich guter Musiker. Spaßiges Programm, nicht zu glatt und doch irgendwie familienfreundlich. Riesiger Pluspunkt: nicht nur mit einem DJ zu kommen, sondern auch einen Gitarristen und einen Schlagzeuger zu haben. Wirklich gut. Und dann auch noch mit dem Wetter Schwein gehabt (bis auf einen 10-minütigen Schauer vor dem Einlass).

Schwein mit dem Wetter haben wir allgemein. Es gab eigentlich nur einen komplett verregneten Tag. Von wegen keine Wettergarantie an der Nordsee. Abends wird es schon wat frischer - vorallem wegen dem Wind, der zwischendurch wirklich einiges kann. Tagsüber, gerade auch in den Fußgängerzonen, merkt man davon eigentlich nichts. Umso faszinierender, dass ich unfassbar viele Männer mit so Tüchern um den Hals, so Sommerschals (bitte sagt mir, dass ich diesen widersprüchlichen Begriff gerade erfunden habe) sehe. Die Teile sind die absolute Symbiose aus Dekadenz, Unnötigkeit und Homosexualität. Man könnte meinen, man wäre auf Sylt! Ich bin so kurz davor mir sowas zu kaufen. SO kurz!

"So, noch zwei Stunden haben wir die Fahrräder!"
"Woher weißt du das?"
"Weil ich die Uhr lesen kann!"

Heute ging es ca. 15km via Fahrrad durch die Dünen um noch ein wenig die Insel zu erkunden. Inkl. Leuchtturmbesteigung. 250 Treppen. Die Kuchen-Happy-Hour quasi ausgeglichen.

Keine Pokemons gefangen heute - die sollen sich in Sicherheit wiegen, die Mistviecher!

Samstag, 30. Juli 2016

Larus argentatus

Heute morgen sind wir geweckt worden. Auf natürliche Art und Weise. So könnte man es zwar auch beschreiben, wäre aber ein bisschen schön-geredet.

Tok-tok-tok. Ratsch. Patsch. Tok-tok. Patsch Patsch. Tok-tok-tok.

Ich werde wach, gucke auf die Uhr - 7.30 Uhr. Die Geräusche wiederholen sich. "Meine Fresse, wat is dat? Auffen Sonntach! Sind die bekloppt?" denke ich und schaue aus dem Fenster. Auf einer Mülltonne, die nicht mehr ganz schließt, weil sie so voll ist, sitzt eine Möwe. Tok-tok-tok. Ratsch. Patsch. Die Möwe ist der Übeltäter. Sie versucht den obersten Müllsack aufzukriegen und randaliert auf der Tonne rum. Ich klopp vor das Fenster. Die Möwe guckt sich kurz um. Tok-tok-tok. Ich schließe wütend das Fenster. Die Möwe guckt sich nochmal um. Springt kurz auf einen Zaun und fliegt letztlich weg. Klar, Fenster ist jetzt zu - da macht Lärm nicht mehr so viel Spaß.

Möwen. Mir ist noch nie aufgefallen wie abgrundtief böse die gucken. Ich glaube tatsächlich, dass das die Tauben Satans sein müssen.

Gestern haben wir uns am Strand ein Fladenbrot mit Schafskäse gegönnt. An der Promenade schauten wir auf das Meer und genossen unseren Snack. Sonne, eine leichte Brise, angenehme Temperatur. Hach Urlaub. Plötzlich ein Schatten über mir. Ein bedrohlicher Schatten. Eine intuitive, schnelle Bewegung (böse Zungen könnten behaupten ich hätte mich nur erschrocken), sowie ein Blick nach oben zeigten mir, wie knapp ich mein Brot vor einer herabstürzenden Möwe gerettet habe.

Einem Herren, der ebenfalls sein Brot mit Meerblick genießen wollte, ging es da nicht so gut. Der Angreifer konnte tatsächlich ein Stück ergaunern! Aber nicht nur das, der Vogel flog einen Bogen für einen weiteren Angriff! Der Mann war diesmal allerdings vorbereitet und schlug, schimpfend in Richtung Luftdieb. Die Möwe bremste rechtzeitig, blieb über dem Geschädigten stehen und schlug mit einem feigen Kackangriff zurück! Nur der Wind verhinderte einen Besuch der Reinigung.

Aber kommen wir zu positiven Erlebnissen. Die (angeblich) original Torwand aus dem ZDF-Sportstudio forderte am Nordstrand zu drei unten, drei oben heraus. Bei drei Treffern (egal in welcher Folge), winkte ein Fußball als Preis. Tja, zwei unten und einer oben, liebe Leser!

Heute Abend dann Cro.

Donnerstag, 28. Juli 2016

Unheilig

"Sollen wir den Fitness-Check machen?" - "Nee, ich bin zu schwanger!"

Lassen wir so stehen.

Wir leben hier in einem Ferienhaus, das sich in mehrere Wohnungen untergliedert. Eigentlich sieht man die Leute, die hier sonst noch wohnen so gut wie nie. Abends, bzw gegen 17 Uhr sind unten im "Wintergarten" jedoch ein paar Herren im Alter zwischen ca. 25 und 35 und sowjetischer Herkunft zu sehen, die mit ihrer gesamten Unterhaltungselektronik dort sitzen und Sonnenblumenkerne und Chips konsumieren. Das ist auch der Bereich in dem der WLAN-Empfang am besten ist. So begab es sich gestern, dass ins unserer Wohnung (das Wetter war nicht besonders, inkl. späteren Weltuntergang) GZSZ geguckt wurde. Ich hingegen wollte dann doch lieber etwas über Prime downloaden. Meinen Kommentar "Ach, gehe ich mit Socken in Flip-Flops runter - hier wohnen eh nur Russen!" fand meine Holde nicht so gut. Naja, unten saß niemand - hätte mein Modebewusstsein gerne an der Zielgruppe demonstriert.

Morgens waren wir außerhalb frühstücken. Buffet - für Kinder unter 12 zum halben Preis. Das hat die Kellnerin auch immer zum Anlass genommen die jeweiligen Kinder (egal wie offensichtlich sie auch jünger waren) zu fragen wie alt sie sind. Am Strandkorb nebenan gab dann ein 5-6jähriger die passende Antwort: "Naaa wie alt bist du denn?" - "ROBERT!"

Wie gesagt, das Wetter ist seit gestern auf dem absteigenden Ast. Am späten Vormittag war es jedoch verhältnismäßig gut mit viel Sonne. Also ging es an den Nordstrand, wo im Moment viele Aktionen und Stände sind, weil dort bis Sonntag "Summertime @ Norderney" stattfindet. Für Sonntag haben wir dann auch Konzertkarten für den rappenden Panda. Heute spielt ab 20 Uhr "Unheilig". Mochte ich nie. Gefällt mir musikalisch nicht und die halb-spastischen Bewegungen vom Sänger machen mich wahnsinnig. Dass Unheilig eine Gothic-Band sind, habe ich jetzt nicht auf dem Schirm gehabt - merkwürdig bei dem Namen. So 10-15, vollkommen überschminkte und vorallem fette Weiber in Unheiligshirts warteten schon auf ihre Band. Um 12.30 Uhr.

Die dürften den Innenraum dann auch allein schon komplett ausfüllen. Die Shirts müssten auch in Größe "Z" (=Zelt) getragen worden sein. Ich meine auch beobachtet zu haben, wie die Gezeiten aufgehört haben. Es gibt nur noch Flut. Der Mond hat gegen die Gravitationskräfte der fetten Unheiligfans einfach keine Chance. Möglich aber auch, dass diese großen Säugetiere sich einfach auf ihrem Weg durch die Nordsee verirrt haben. Greenpeace wird schon aufmerksam sein und die RTL2-News werden berichten.

Dienstag, 26. Juli 2016

Logisch: Team Gelb

Na gut. Der Druck war zu groß. Ich jage jetzt selber auch Pokemon. Konnte nie was mit der Klamotte anfangen und habe schon immer eine Abneigung gegen japanische Trickfilme. Hier musste ich (tut mir leid, Handyakku!) nachgeben. Wenn du eine Straße entlanggehst und jemand ganz beiläufig sagt "Hier ist irgendwo ein Pikachu!" und dann panisch 8 Leute, die sich nicht kennen stehen bleiben und ihre Smartphones rausholen - dann bleibt dir nichts anderes übrig als zu lachen...und selber unauffällig nach dem Mistvieh zu suchen!

Auch einem zweiten Hype konnte ich mich nicht entziehen. Und wieder muss der Handyakku dazu leben, wenn er auch deutlich mehr geschont wird. Klar, ich kann die ganzen Legenden nicht mehr einholen aber ich nutze jetzt endlich auch "Untappd - drink socially". Eine Bier-Beurteilungs-App, bei der man "Belohnungen" in Form von Badges kriegt wie z.B. "Fünf deutsche Biere - David Hasselhoff would be proud of you!"

Norderney ist in vielen Dingen ein Spiegel der Gesellschaft. Hier macht die Asi-Chantal mit ihren Kindern im Schalketrikot genauso Urlaub wie der feine ältere Herr (Obacht, es folgt ein Originalzitat) "Lass uns mal da runter gehen wo ich letztes Jahr den Anorak für 400€ gekauft habe!"
Gut, die Asi-Chantal ist mit Sicherheit nicht die, wie man sie aus Gelsenkirchen oder Wanne-Eickel kennt (geht auch nicht, weil nur Kindergeld dann auch nicht zur Finanzierung reichen dürfte).

Ach zwei Sachen noch, undzwar ganz unabhängig von der Insel hier - nur eben hier aufgefallen:

1. Findet sonst noch wer, dass Asiaten mit Gesichtsbehaarung immer gefährlich aussehen? Dabei ist völlig egal, welche Art von Bart es ist. Kommt dann noch eine Sonnenbrille dazu...uijuijui.
2. Noch eine viel wichtigere Frage. Eine Grundsatzfrage, wie auch die, wie herum das Klopapier aufgehangen gehört. Wobei es nur eine richtige Antwort auf die Klopapierfrage geben kann. Aber auch hier ist nur eine Antwort zulässig. Erst die Milch oder die Cornflakes?

Gekochtes Menschenfleisch

Kleiner Junge, lautstark und fordernd zur Kassiererin: "ICH HAB DA MAL NE FRAGE!"
Kassiererin, beim kassieren: "Ja, dann musst du kurz warten." Kurz darauf beendet sie den Vorgang: "So, welche Frage hast du denn?"
Der Junge, knallt ein kleines Päckchen auf den Tresen und stellt -weiterhin selbstbewusst laut und deutlich- seine Frage: "ERSTENS! WAS ist DAS? UND ZWEITENS - was kostet das?"
Die Kassiererin schaut sich das Päckchen an: "Da ist ein kleines Werkzeug drin, damit kannst du einen Dinosaurier ausbuddeln, der auch da drin steckt!"
"Und was kostet das?" - "2,99!" - "ZWEI NEUNUNDNEUNZIG?" - "Ja, genau!" - "AHA! 2,99! -kurze Pause- Wieviel ist 2,99?" - "So 3 Euro!" - "3 Euro? DAS KANN ICH MIR LOCKER KAUFEN!!"

Dinge die man im Sommerurlaub hört & erlebt, wenn man die Menschen um einen herum versteht - im Gegensatz zu den letzten Jahren. Willkommen beim Urlaubsblog 2016 - by popular demand.

Norderney. Schön hier.

Ob ich selbst auch schön bin, kann ich zumindest im Bad der Ferienwohnung nicht klären. Ich gehöre sicher nicht zu den Kleinwüchsigen, aber ob man sich mit 1,90 wie Gulliver vorkommen muss, bezweifel ich trotzdem. Der Spiegelschrank hängt so tief, dass ich beim Rasieren den untersten Bereich meines Halses erblicken kann - an der oberen Seite des Spiegels. Naja, gutes Training - never skip leg-day!
Um zum Spiegel zu kommen, muss ich im Seitschritt am Klo vorbei, also auch koordinativ was zu holen für mich. Das sich auf das Klo setzen ist dementsprechend spektakulär. Ich kann beim "Geschäft machen" meine Knie am Fliesenspiegel kühlen. Perfekt.

Perfekt ist meine Bedienung der Duscharmatur eher nicht. Als ich irgendwann (mit wirklich sehr viel Geduld) eine angenehme Temperatur gefunden habe die im Mittel zwischen Novosibirsk in einer Januarnacht und der Oberfläche der Sonne lag, war alles gut. Bis ich diesen Geruch von kochendem Fleisch wahrnehmen musste. Farin Urlaub mag in der Dusche schlafen, weil sie zu ihm hält und sein einziger Freund ist auf der Welt - ich misstraue dem Brausebad hier aber. Wird vermutlich mein täglicher Nemesis.
Pokémon Go Level 9.

Sonntag, 19. Juli 2015

Polen 2015 - the final chapter

Hiermit danke ich den treuen Lesern meiner wilden, oberschlesischen Abenteuer. Ich gehe davon aus, dass am Rückflugtag (auch wenn der Flieger erst nachmittags geht) nichts spektakuläres mehr passiert.

Der heutige Tag wurde weniger auf dem Bauernhof verbracht und (Überraschung) mehr außerhalb. Nach dem Mittagessen ging es zunächst auf nach Oppeln. Eigentlich wollten wir zunächst nur ein Eis essen, aber wenn man schon über 40km durch die Geschichte gurkt, kann man ja auch ins Kino? Nicht, dass das Wetter nicht schön gewesen wäre aber eben auch wieder schwül, sodass ein klimatisierter Kinosaal eine gute Alternative versprach. Jetzt hätte ich eigentlich dennoch mein Veto einlegen müssen (Sprachbarriere) aber in Polen werden fast alle Filme in den Varianten synchronisiert (und da dann nochmal aufgeteilt in ein Sprecher liest alle Dialoge emotionslos vor und richtig synchronisiert wie wir es kennen) oder aber in O-Ton mit polnischen Untertiteln angeboten. Und somit konnte ich "Ant-Man" im englischen Orginal genießen. Günstig war es auch noch. Okay, den Eintritt gabs vom Hochzeitspaar der letzten Woche geschenkt. Aber für zwei Liter Pepsi und zwei überdimensionale Packungen Popcorn umgerechnet 10€ zu zahlen ist wirklich im Rahmen, wenn ich an "unsere" Preise denke.

Im Anschluss ging es noch für einen kurzen Spaziergang mit Bier an einen Badesee. Dort schloss sich dann noch ein Restaurant-Besuch an. Viermal Pommes wollten wir und wir bekamen einen riesigen Teller Pommes in die Mitte des Tisches gestellt - und vier Gabeln.
Auch hier nochmal der polnischen Braukunst frönen und ab zum nächsten Stop - einem Stadtfest.

Dieses fand in "Guttentag" statt oder in polnisch (Moment, muss eben googeln) "Dobrodzień". Ein kleines Örtchen und letztlich muss man sagen, dass das scheinbar mehrtägige Stadtfest nur aus einer ziemlich großen Bühne, einem Festzelt, zwei Fress- und Bierbuden und einem Feuerwehrauto besteht. Drumherum gab es dann noch ein paar desolate Straßen, die aber kaum zur Deko gehören werden. Ich hänge ein Foto einer exemplarischen Straße an. Da ist zwar ein Baustellen-Schild, das halte ich allerdings für überaus fraglich. Ich kann mir vorstellen, dass die Schilder für "Straßenschäden" einfach aus waren. Wir beschlossen uns in der Nähe einer großen Kirche, in einem Biergarten zu einem leckeren Gerstensaft niederzulassen.

Tja, viel mehr zu berichten gibt es eigentlich auch nicht. Nach mehreren Nächten auf einer Schlafcouch freue ich mich doch langsam auf mein Bett. Schade, dass ich kulinarisch diesmal nicht so zuschlagen konnte, wie erwartet. Bis dann, Kurwa!

Partysystematik

Partys scheinen in Polen ein eigenes System zu haben. Gestern ging es, wie angekündigt, zur örtlichen Feuerwehr um da den 18. Geburtstag einer der "Bauernhoftöchter" nach zu feiern. Zum Gebäude der Feuerwehr: das ist ein großer Partysaal mit angeschlossener Küche und Toilettenbereich. Neben dem Eingang ist eine Garage integriert in der der Einsatzwagen steht. Im Partysaal gab es zwei Tischreihen und die Plätze waren dort so gedeckt, wie ich es schon durch die beiden Hochzeitstage kannte: Teller, Messer & Gabel sowie Pinnchen.

Gebuchter Jongleur an den Plattentellern war DJ Ricardo (ich vermute DJ Richard bzw. Ryszard - danke Google). Dieser machte gleich am Anfang, nachdem alle ihre Plätze eingenommen haben, Nägel mit Köpfen und redete in einem Tempo, das ihn als polnischen Scatman John oder Busta Rhymes qualifizierte. Jedenfalls fühlten sich praktisch alle direkt angesprochen die Tanzfläche zu stürmen. Undenkbar bei uns. Und eine weitere Gemeinsamkeit mit der Hochzeit fiel auf: wurde dort "Hochzeit" gerufen ging ja bekanntlich das Gejubel, Geschrei und Gekreische los - hier wurde für die gleiche Reaktion "Achtzehnter" gerufen. Irgendwie cool - richtig schön stumpf.

Die nächste Gemeinsamkeit der Festivitäten: Unmengen an Fressalien! Wieder mehrere Gänge über den gesamten Abend verteilt. Ich habe locker soviel gefressen wie die gesamte Woche addiert. Temperaturtechnisch war der Abend absolut tropisch. Unglaublich heiß und drückend schwül. Gegen 20:30 kam dann folgerichtig ein großes Gewitter herangezogen. Und was habe ich schon letztes Jahr gelernt? Richtig! Alles raus aus den Steckdosen! Natürlich inkl. dem kompletten DJ Equipment samt Scheinwerfern usw. ➡ halbe Stunde Partypause! Gut, dass es gerade wieder etwas zu essen gab...

Nach dem Gewitter war DJ Ricardo aber wieder nicht zu halten. Unter anderem gab es den ewigen David Hasselhoff Klassiker in einer polnischen Techno-Cover-Version: "Abi luki fo fridomm"
Jetzt war auch der fette Deutsche auf der Tanzfläche. Man muss es einfach lieben, wenn Polen englisch sprechen oder singen. Mein Englisch ist meilenweit davon entfernt akzentfrei zu sein, aber die hiesige Variante ist einfach weltklasse. Wobei ich ja auch die polnisch/schlesische Wortfärbung im Deutschen mag (Läjwe, Äjsel, Kichä usw.).
Auch sind die Schlesier hier absolut wilde Tänzer. Würde ich bei diesem Wodka-Konsum auch nur ansatzweise die Anzahl an Drehungen auf das Parkett legen, würde ich als menschlicher Rasensprenger enden. Wäre für alle nicht so schön, also blieb ich beim hart erlernten Discofox-Grundschritt. Stock im Arsch inklusive, denn ich bin bekanntlich so leichtfüßig wie die computeranimierten Hauptdarsteller aus "Jurassic World".

Heute steht dann der vorerst letzte komplette Tag hier an, bevor uns morgen Nachmittag Kappitann Krzysztof Krzysztofski im Bulgaren-Bomber zurück in den Pott fliegt.